Gute Zinsen für Geldanlagen möglich?
Grundsätzlich sind auch mitten in der sog. Krise gute Zinsen für eine Geldanlage möglich, wobei man aber als Anleger schon einige Punkte beachten sollte. Ganz wichtig ist dabei unter anderem die Form der Kapitalanlage als solche und natürlich auch die vertraglich vereinbarte Laufzeit sowie die zu Grunde liegenden Rahmenbedingungen.
Dabei unterscheidet man zwischen einer kurzfristigen, einer mittelfristigen oder einer langfristigen Geldanlage sowie zwischen klassischen und alternativen Anlageformen. Zu den kurzfristigen Geldanlagen gehören das Girokonto, das Sparbuch sowie das Tagesgeld, das aber zugleich eine Grenzform darstellt. Zu den mittelfristigen Geldanlagen werden dagegen das Tagesgeld, das Festgeld und verschiedene Sparbriefe gerechnet. Eine langfristige Geldanlage besteht dagegen aus dem Investmentfonds, dem Immobilienfonds, dem Aktienfond, einer Beteiligung an Investitionen, eine Investition in Immobilien oder der Kauf von Wertpapieren in Form von Aktien.
Für welche Form der Geldanlage sich der Anleger nun entscheidet hängt vor allem von seiner eigenen Risikofreudigkeit, von der persönlichen finanziellen Situation und von den jeweiligen Zielen ab, die mit der Geldanlage erreicht werden sollen. Wer also nur eine verzinste kurzfristige Anlageform für einen evtl. schon bald benötigten Notgroschen sucht, wird sicher mit einer Verzinsung des Sparbuches zufrieden sein und schon wenige Prozentpunkte als „gute Zinsen“ ansehen. Diesen Zweck erfüllen auch Tagesgelder, bei denen eine tägliche Verfügbarkeit des angesparten Guthabens in vollständiger Höhe möglich ist. Wer dagegen eine mittelfristige Kapitalanlage ohne Risiko sucht und mit mäßigen Festgeld Zinsen zufrieden ist, wird sich sicher für eine Geldanlage in Form des Festgeldes oder eines Sparbriefes entscheiden können. Bei einer geplanten Vermögensbildung im Rahmen der Altersvorsorge und einer angestrebten hohen Rendite sollte aber zu einer Anlage in Investmentfonds, Immobilienfonds oder Aktienfonds gegriffen werden.
Bei diesen vorstehend genannten Anlageformen profitiert der Anleger von einem sehr stark verminderten Risiko, da die Bank für das eingelegte Guthaben und die vertraglich vereinbarte Grundverzinsung haftet. Das bedeutet aber unter Umständen auch, dass gegenüber einer privaten Beteiligung an Projekten oder einem Kauf und der folgenden Vermietung von Immobilien möglicherweise Renditeeinbußen in Kauf genommen werden müssen. Da das Guthaben zudem jederzeit verfügbar ist, kann man hier risikolos eine persönliche Vermögensbildung anstreben. Allerdings ist eine Entnahme von Beträgen nicht zu jedem Zeitpunkt zu empfehlen. Hier sollte im Vorfeld unbedingt eine Rücksprache mit der betreuenden Bank erfolgen. Im wesentlichen arbeitet bei solchen Fonds die Zeit für die hohe Rendite, denn evtl. Kursschwankungen von Bestandteilen des Fonds können so im zeitlichen Verlauf abgefangen werden. Dadurch sind auch dann hohe Verzinsungen im Vergleich zu den klassischen Anlageformen möglich, wenn der Kurs nur geringen Gewinn abwerfen sollte.
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